h.e.l.P. : h.armonische, e.ntspannte, l.eistungsbereite P.ferde
"Gutes Pferdetraining ist kein Hexenwerk"   von und mit Beate Petrick

Hier wird KEIN kontinuierlicher BLOG entstehen....... ;-)

.....denn ich hasse nichts mehr als unnötigen Leistungsdruck! ;-)

Manchmal kommen mir Gedanken in den Sinn.

Manchmal zweimal die Woche, manchmal 2 Wochen gar nicht.

Manche sind wichtig, manche nicht, manche sind zum Teilen, manche nicht.

Wenn es was zu teilen gibt, dann werden Sie das hier lesen können.

Wenn gerade nicht, dann eben auch nicht.  ;-)


Gedanken zum Mittwoch 02.10.2019:  Was Gemüse und Weiterbildung gemeinsam haben.. oder  "Regional ist nachhaltig"

Eine liebe Kollegin und Freundin von mir hat heute in den „sozialen“ Medien 😉 einen Begriff aufgebracht: Nachhaltigkeit der Wissensvermittlung...... ein tolles Thema.

Leider ist das in unserem immer schneller werdenden Alltag mit der damit verbundenen Oberflächlichkeit schwierig zu vermitteln.

Nachhaltigkeit hat nämlich immer was mit Einstellung zu tun. Mit lebenslangem Lernen, mit der Bereitschaft, sich selbst als unfertig und wissensbedürftig zu reflektieren. Die Bereitschaft schwindet nach meiner Erfahrung immer häufiger. Man möchte lieber entertaint werden. Veranstaltungen, die eher eine Comedyshow sind, als effektive Weiterbildung, werden gern und gut gebucht. Ein sachlicher Workshop zum komplexen Thema Pferdeausbildung, in welchem Bereich auch immer, hat es aber zur Zeit schwer, die Mindestteilnehmerzahl zu erreichen.

Die Info kriegt man ja vermeintlich auch im Netz.  Das Angebot ist groß, und das ist auch gut so. Aber ich gebe zu bedenken, dass „Tapen für den Hausgebrauch“, „Wie physiotherapiere ich mein Pferd selbst“, " Hufbearbeitung leicht gemacht" oder auch „ Laser für Anfänger“ ( alles fiktive Titel!) 😉 Dinge sind, für die die entsprechenden Therapeuten 2 und mehr Jahre Ausbildung und weitere Jahre der praktischen Erfahrung benötigen, um gut zu werden. Das lernt man nicht eben mal an einem Wochenende. Leider ist es oft so, dass die Pferde dann im günstigsten Fall nicht profitieren. Den weniger günstigen  Fall wollen wir uns gar nicht erst ausmalen.

„Schuster bleib bei deinen Leisten“ ist immer noch wahr. Grundlagenwissen ist wichtig! In jedem Level des Reitsports. Es gibt auch ab und an einen cleveren Tipp bei FB und Co. Das will ich gar nicht bestreiten. Zumindest solange Idealisten im Sinne unserer Pferde weiter Zeit und Mumm haben, gegen die allgemeine Oberflächlichkeit anzuschreiben. 😉  In den entsprechenden Gruppen findet man nicht nur zu einem Thema 15 Meinungen von 13 verschiedenen Leuten, sondern manchmal auch haarsträubende Tipps, die man besser nicht anwenden sollte. Unreflektiert und praxisfern nachgemacht, macht man alles vielleicht eher schlimmer.

 Dabei geben  gerade Angebote  in  regionalen Veranstaltungen zu interessanten Themen  die Chance,  sich in kleinerem Rahnen zu trauen Nachfragen zu stellen, tiefere Erklärung zu bekommen, nah dran zu sein und das Ganze dann vielleicht auch noch im Nachgang wegen der geringeren Entfernung gemeinsam  ins Praktische zu überführen. So sieht Nachhaltigkeit aus. Sich schlau machen, eine Meinung bilden, nachfragen, nacharbeiten, unter Anleitung dranbleiben. Das alles geht „ums Eck“ besonders gut. Schaut einfach mal in eurer Region. Ihr werdet staunen, wo überall sich kompetente Leute verstecken, die "erreichbar" sind. Nicht nur territorial! 😉


Gedanken zum Montag 23.9.2019:  Das Ding mit der Komfortzone

Er ist schmal, der Grat zwischen noch nicht können, gar nicht können und  nicht wollen. Und der Unterschied ist manchmal so schwer zu erkennen.

Trotzdem müssen wir als Trainer unserer Pferde jeden Tag diese Entscheidung treffen. Sei es der Kasper, der es mit dem Anstand nicht so hat, der Jungspund, der sich mit dem Galopp schwer tut oder die Omi, die etwas steif und arthrotisch geworden ist. 

Zuerst sind wir es, die aus unserer Komfortzone müssen, denn es ist allemal bequemer, das Schwierige zu vermeiden. ;-) Klare Regeln und eine liebevolle Konsequenz sind aber für den Kasper wichtig. Und für den Menschen die Lebensversicherung. Den ungeliebten Galopp über clevere , aber natürlich auch anstrengende Übungen  weiter zu verbessern kostet Kraft und Engagement auf beiden Seiten. Und die arthrotische Omi wird vom Rumstehen nicht beweglicher, auch wenn einen am Anfang der Stunde  fast das schlechte Gewissen plagt, beim Anblick des Gangbildes.  Will man sein Pferd  pferdegerecht trainieren, muss man Komfortzonen erweitern. Das heißt nicht, dass man über Lahmheiten hinweg reitet oder longiert.  So etwas bedarf natürlich einer Abklärung. Aber die beste Prävention und Reha sind  immer noch gutes, durchdacht aufgebautes Training. Unsere Pferde haben uns nicht weniger lieb, wenn wir sie liebevoll und pferdegerecht fordern. Im Gegenteil. Das Stichwort dazu lautet:  Myokine

Die Ausschüttung von Myokinen erfolgt in der Muskulatur und den Faszien. Myokine sorgen für die Gesunderhaltung und Selbstheilung des Körpers und stärken das Immunsystem . Muskeln und Faszien interagieren so direkt mit dem Immunsystem. Die Myokinausschüttung erfolgt optimal in kurzen aber intensiven Anstrengungsphasen mit darauf folgenden aktiven Pausen. Regelmäßiges Training an oder auch mal über die Komfortzone ist also aktives Gesundheitsmanagement. In diesem Sinne. Auf in eine aktive Herbst- und Wintersaison. Eure Beate


Gedanken zum Mittwoch 14.8.2019:  Von unterschiedlichen Prioritäten oder „Alles hängt zusammen.“

„Pferde-Gerecht-Trainieren“…… dieser Passus im Namen meiner Website hat ja eine zweiseitige Bedeutung : „pferdegerecht trainieren….“ und „Pferde gerecht trainieren.…..“ .

„Wo ist der Unterschied?“ fragen sich vielleicht einige Jüngere, die das Pech hatten, nach der neuen Rechtschreibung Deutschunterricht zu haben. 😉 Aber Spaß beiseite: Wie dicht beides zusammenhängt habe ich letzte Woche wieder einmal erlebt.

Vor Allem, dass es eben genau nicht nur darauf ankommt: Auf das Trainieren.

Es gibt Reitanlagen, da passt für das Training vieles bis alles: Eine schöne Halle, ein toller Außenplatz, vielleicht noch ein Vielseitigkeitsterrain oder extreme Trail für die Abwechslung. Doch was, machen die Pferde die restlichen Stunden des Tages?  

Ist eine nicht sehr große Paddockbox in der heutigen Zeit noch pferdegerecht? Wie steht es um freien Auslauf, auch wenn man vielleicht in einer Weiterbildung zweimal am Tag trainiert? Müssen sich völlig fremde Pferde es einfach mal auf wenig Platz nebeneinander aushalten? Müssen unsere Pferde da einfach durch?

Ich sage: Nein, müssen sie nicht. Denn es gehört auch das zum Pferde-gerecht  Sein:  Die eigenen Ansprüche hinter die des Pferdes zurück zu stellen und wenn es nicht passt, den Anker zu werfen. Auch wenn es beschwerlich ist, man sich sicherlich  nicht beliebt macht und es Geld kostet.

Denn wenn das Pferd mental dicht macht, sind nicht nur Verletzungen vorprogrammiert, sondern man verliert neben noch mehr Geld, weil das Training nichts bringt, noch viel mehr: Die Freude seines Pferdes und die eigene Freude. Und dann wird jedes Training ungerecht!

In diesem Sinne: Überprüft, was ihr als normal empfindet. Denn eure Pferde haben Ansprüche, auch wenn manche das manchmal gar nicht mehr so eindrücklich zeigen, weil sie es kaum anders kennen.

Wichtig sind weniger die Halle und der Platzboden. Wichtig sind genug Heu, genug Platz, freie Bewegung und im Heimatstall eine funktionieren Herde mit Freunden. So würden sich schon ganz viele umgangstechnische und auch gesundheitliche Probleme fast wie von Zauberhand lösen.

Schaut euren Pferden in die Augen und fragt euch, ob es Freude ist, was ihr da seht. 

Wenn ihr nur die leisesten Zweifel habt, ändert was! Für euch ist  die Zeit mit eurem Pferd eine begrenzte  Zeitspanne in eurem Leben.

Für euer Pferd ist es sein GANZES Leben!  Eure Beate


 

06.08.2019, 23.03 Uhr: 

Heute hab ich Gedanken. Und zwar fröhliche, denn ich sitze gemütlich in Wedel bei Hamburg und habe soeben meine neue Homepage ganz alleine fertig gebaut. Hätte nicht gedacht dass ich das tatsächlich kann. Sicher wird es im Laufe der Zeit noch das eine oder andere facelifting geben. Aber erst einmal ist alles  so, wie ich es mir vorgestellt habe. Erfahrungslernen: Check!



 
 
 
E-Mail
Anruf