h.e.l.P. = h.armonische-e.ntspannte-l.eistungsbereite-P.ferde Unterricht für Pferd und Reiter am Boden und im Sattel

Wer sind wir?

Mein Name ist Beate Petrick.
Ich wurde 1964 geboren und bin seit meinem 9. Lebensjahr mit dem Pferdevirus infiziert. In der DDR-Betriebssportgemeinschaft des Gutes Wassmannsdorf absolvierte ich als Voltigierkind meine ersten Reitstunden.
Mit 12 Jahren begann meine kleine , bescheidene "Turnierkarriere".

Die Wende kam und aus der Betriebssportgemeinschaft wurde der RFV Selchow e.V.
Ich blieb dem Verein und den Pferden dort treu und arbeitete fast 15 Jahre als Kassenwart im geschäftsführenden Vorstand des Vereins.
Ich ritt weiterhin ein Vereinspferd als Reitbeteiligungung.
Im Jahr 1996 war ich auf der Suche nach einem neuen Pferd für den Verein.
Lange Geschichte... kurzer Entschluss... die Fuchsstute Saska hatte es mir so angetan, dass ich sie für mich kaufte.

Mein Mädchentraum erfüllte sich: Ein eigenes Pferd.
Saska erlitt leider nach 2 Jahren bei einem Weideunfall einen heftigen Sehnenschaden, so dass ich sie in gute Hände zu einem Züchter ins Havelland gab.
Dort hatte sie noch ein paar schöne Jahre und tolle Fohlen. Ich aber war wieder auf der Suche... ich wurde nicht fündig... nein; Don-Röschen fand mich.

Im November 1998 sah ich sie das erste Mal. Da war sie 5 Jahre alt.
Was für ein Pferd... groß... respekteinflößend... mit Charakter.
Ich wusste damals nicht wirklich, auf was ich mich einließ. ;-)

Sie wurde mein Seelenpferd. Sie half mir durch schwierige und wirklich düstere Zeiten in meinem Leben.
Sie lehrte mich Geduld, Ehrlichkeit , Nachsicht und Authentizität.
Sie gab nie nach... bevor ich nicht begriffen hatte, was sie mir sagen wollte.
Wir hatten schwierige Zeiten, Zeiten in denen ich daran zweifelte, ob sie das richtige Pferd für mich sei.
Heute weiß ich: Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich bin.
Ich habe viele Fehler gemacht, das erkannte ich erst, als es fast zu spät war. Aber ich erkannte diese Fehler auch als Chance.

Ich musste mich schmerzlich verabschieden von Wollen, Müssen und hehren Zielen. Es war ein langer Lernprozess, der mich neue Wege gehen ließ.
Ich beschäftige mich mit Methoden abseits von FN und Sportreiterei.
Ich bildete mich weiter, bildete mir eigene Urteile aus eigenen Erfahrungen und hörte mehr auf meinen Bauch als auf manche Menschen um mich herum.

Und siehe da: Nach einiger Zeit hatte ich eine zwar immer noch recht spezielle Stute, aber ein ganz anderes Verhältnis zu ihr.
Es war als hätte sie aufgeatmet: "Na endlich hast du es kapiert"

Wir haben gemeinsam angefangen nach dem Longenkurs von Babette Teschen zu arbeiten. Heute geht sie Schulterherein und Travers an der einfachen Longe und kann sich in allen Gangarten gesund auf dem Kreis bewegen.
Am kurzen Zügel sind alle Seitengänge kein Problem und wir galoppieren da auch gern gemeinsam. Sie ist Jahrgang 1993, hat natürlich ihre kleinen Alters-Wehwehchen aber wir reiten aus und gymnastizieren uns gegenseitig auch noch am Boden.

Im Jahr 2011 kam dann mein letzter Lebenstraum hinzu. Day of Magic" ( * 23.03.2011), meine Maggie, gekauft im Alter von 3 Monaten auf einer Wiese im Havelland. Sie ist jetzt seit Oktober 2011 bei mir und wir spielen und "arbeiten" zusammen das, was man als junges Pferd altersentsprechend so können sollte.
Podeste erklimmen, Anhänger allein betreten, über Stangen und Planen steigen, Ball spielen, Luftballons zerknallen... natürlich auch einen Kappzaum tragen und an der Longe schon mal in Schritt und Trab auf Wortkommando über den Reitplatz gehen.
Im April 2015 habe ich sie angeritten. Dank der Vorbereitung war das überhaupt kein Problem. Inzwischen gehen wir in der Halle und auf dem Reitplatz erste einfache Hufschlagfiguren in Schritt und Trab und streifen gern (auch allein :-) ) durchs Gelände. Für das Wintertraining sind Stangenarbeit unter dem Sattel und erste kleine freie Gymnastiksprünge geplant.

Es ist jeden Tag spannend mit ihr, vor allem weil sie charakterlich so völlig anders ist als Röschen.
Die Rote muss man immer motivieren, stets bei guter Laune halten und ihrem Spitznamen entsprechend ("Königinmutter") behandeln.
Die Schwarze muss man eher bremsen, sich zurücknehmen, in geordnete Bahnen bitten.

Last but not least:
"Life" meine liebe treue Seele, die mich (fast) überall hin begleitet und , neben meinem Mann natürlich, der vierte Sonnenschein in meinem Leben ist.

Ich kann heute gut die Menschen verstehen, die kritisch darüber nachdenken, ob es erstrebenswert ist, auf kurzem Weg zu Ruhm zu gelangen.
Ist es nicht, weil es immer auf Kosten unserer Pferde geht!
Ich habe diesen Prozess durch und deshalb weiß ich auch ganz genau, mit welchen psychischen, körperlichen und moralischen Hürden man dabei zu kämpfen hat.

Ich bilde mich mehrmals jährlich weiter in praktischen Seminaren und Kursen. Bei meiner inzwischen schon zu einer Freundin gewordenen Trainierin Tuuli Tietze erweitere ich regelmäßig zweimal im Jahr für 10 Tage mein Wissen und meine praktischen Fähigkeiten. Diese Intensivtrainings sind immer sehr effektiv, besonders für die Ausbildung meiner jungen Stute "Day of Magic" .
Außerdem besuche ich regelmäßig Fortbildungskurse unter anderem bei Jossy Reynvoet, Ralf Döringshoff, Babette Teschen, Klaus Balkenhol, Gerd Heuschmann, Ingrid Klimke, Marlitt Wendt, Thomas Ritter, Johannes Beck-Broichsitter...
Eine recht breite Palette also, die aber eins gemeinsam hat: Im Vordergrund steht die Biomechanik des Pferdes und der Spass bei der Arbeit für Mensch und Pferd.

Seit 2008 versuche ich dieses Wissen weiterzugeben. Mein Bestreben ist es, Pferden und ihren Menschen dabei zu helfen, zu einem harmonischeren , entspannteren Verhältnis zu kommen, oder dieses zu verfeinern. Am Boden, an der Longe und im Sattel.
Es kostet Zeit und Geduld.
Es kostet eine Menge an Selbstreflexion und manchmal schmerzliche Erkenntnisse.
Aber es lohnt sich so sehr.
Schon in dem Moment, in dem die Pferde auf der Weide auf Zuruf brummelnd auf einen zugelaufen kommen: "Hallo, schön dass du da bist! Was machen wir heute Spannendes? "