h.e.l.P. = h.armonische-e.ntspannte-l.eistungsbereite-P.ferde Unterricht für Pferd und Reiter am Boden und im Sattel

Was gab es bisher?

Kursbericht:

Kurs "Feinheiten des Clickertrainings" mit Marlitt Wendt 17.–19.10.2014

In entspannter Atmosphäre lauschten 16 Teilnehmer interessiert, was Marlitt, unterstützt von Beamer und Folien, jedem nahe brachte.

Für mich, und sicher auch für einige andere, machte es mehrmals "Click" im Kopf, als sie von den drei Säulen im Clickertraining sprach: Fühlen-Denken-Handeln. Man sollte bestrebt sein, jeden dieser Punkte (mit seinen diversen Unterpunkten) ins Training einzubringen.
Diese Waage zu halten ist schwer.
Kurs 'Feinheiten des Clickertrainings' mit Marlitt Wendt Foto 2 Wo manchmal wegen beim Clickern massiv erforderlicher Konzentration bei dem Einen das Fühlen auf der Strecke bleibt, weicht beim Nächsten das Denken der überschwänglichen Emotion . Es ist also wieder wie bei bei Allem: Selbstreflektion ist ständig gefragt.

Besonders wies Marlitt auch immer wieder auf die Gefahren und Tücken des Clickertrainings hin und brachte nochmal deutlich zum Ausdruck, dass Clickern eine sehr komplexe Ausbildungsmethode ist, die sich nicht mal eben schnell durch lesen eines Buches erlernen lässt. Viele kommen mit den Anfängen noch gut klar, weiterführend beginnen Probleme dann aber schon mit der Höflichkeit des Pferdes und vor allem einem weiteren strukturierten Ablauf des Trainings über Signalkontrolle bis hin zum kleinschrittigen Aufbau schwieriger Bewegungsabläufe.

Kurs 'Feinheiten des Clickertrainings' mit Marlitt Wendt Foto 4 Marlitt machte auch noch einmal deutlich, dass Clickertraining tatsächlich keine rein positive Geschichte für unser Pferd ist. Auch wenn wir das immer ganz gern behaupten. Denn: Das Pferd wird dauernd bewertet: Jeder Click ist natürlich ein "RICHTIG" , aber auch jeder ausbleibende Click automatisch ein "FALSCH". Sowohl das eine, als auch das andere kann zu Stress führen, der sich verschieden äußern kann.

Dies spiegelte sich dann auch bei den Praxisteilnehmern in den Einheiten mit ihren Pferden wieder. Jeder hatte so seine Schwerpunkte, an denen gearbeitet wurde. Bei den meisten war dies "Ruhe und Entspannung".

Fazit: Vom blanken Clickeranfänger bis zu weiter fortgeschrittenen Teilnehmern war alles vertreten . Jeder wurde da abgeholt, wo er stand und nahm für sich und sein Pferd viel mit. Marlitt hat super verständlich und plausibel erklärt, ohne die Teilnehmer zu überfrachten. Ich persönlich hatte keinen Bienenschwarm im Kopf, wie das manchmal passiert und trotzdem für mich selbst schnell ein klares Bild von meinem eigenen Richtig und Falsch und von meinem Weg: Einiges richtig gut gemacht, mit manchem auf dem richtigen Weg, aber auch den einen oder anderen Lapsus drin. So what: Fehler sind Feedback und ich freue mich auf die weiterführende Arbeit und einen neuen Marlitt-Wendt-Kurs in 2015.

Fotos: © "Herzenssache" - Miriam Sauls Fotografie

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